Wenn IT-Administratoren eine Verbindung prüfen, wird häufig zuerst ein Ping-Test durchgeführt. Das Ergebnis zeigt eine Zeitangabe in Millisekunden. Diese Zeit wird oft als Latenz bezeichnet. Genau genommen handelt es sich dabei meistens um die Round Trip Time.
Round Trip Time beschreibt, wie lange ein Paket für den Weg vom Sender zum Ziel und zurück benötigt. Sie ist damit eine einfache und weit verbreitete Messgröße, um die Reaktionszeit einer Netzwerkverbindung einzuschätzen.
RTT ist besonders nützlich für eine schnelle Erstbewertung: Ist ein Ziel erreichbar? Wie schnell kommt eine Antwort zurück? Gibt es auffällig hohe Verzögerungen oder starke Schwankungen?
Für eine tiefergehende Performance-Analyse reicht RTT allein jedoch oft nicht aus. Der Wert zeigt zwar die Gesamtdauer der Kommunikation, aber nicht, welche Richtung oder welche Teilstrecke die Verzögerung verursacht.
Was bedeutet Round Trip Time im Netzwerk?
Round Trip Time beschreibt die Zeitspanne zwischen dem Absenden eines Pakets und dem Empfang der zugehörigen Antwort.
Ein einfaches Beispiel: Ein Messpunkt sendet ein Paket an ein Zielsystem. Das Zielsystem antwortet. Wenn zwischen dem Absenden des Pakets und dem Empfang der Antwort 40 Millisekunden vergehen, beträgt die Round Trip Time 40 Millisekunden.
Die RTT enthält damit mehrere Bestandteile:
- die Laufzeit des Pakets zum Ziel
- mögliche Verarbeitung am Ziel
- die Laufzeit der Antwort zurück
- Verzögerungen durch Netzwerkkomponenten
- Warteschlangen
- Routing
- Sicherheitsprüfung
- mögliche Lastsituationen auf der Strecke
RTT ist deshalb eine zusammengesetzte Kennzahl. Sie zeigt die gesamte Reaktionszeit der Verbindung, aber nicht automatisch die Ursache der Verzögerung.