GeNiEnd2EndUse Cases

Aus der Praxis:

Neun Szenarien aus dem IT-Alltag: von der Frage, ob das Netzwerk wirklich langsam ist, über QoS-Validierung, iPerf-Messungen und SLA-Monitoring bis zur schnellen Diagnose durch den Service-Desk. Jeder Use Case zeigt konkret, wie GeNiEnd2End im Betrieb unterstützt.

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Es ist nicht das NetzwerkIst das Netzwerk tatsächlich langsam?

Erneut klingelt das Telefon oder ein neues Ticket geht ein: Das Netzwerk sei langsam und das Netzwerk-Team solle die Probleme in der Infrastruktur möglichst schnell beheben, damit die Anwender wieder störungsfrei arbeiten können. Ganz generell sei das Netzwerk bereits seit Wochen so langsam.

Für den IT-Fachmann stellt sich dabei zunächst die Frage, woher die „Erkenntnis“ stammt, dass das Netzwerk tatsächlich die Ursache für die Performance-Probleme sein soll. Als Netzwerker würde man gerne auf dieselbe Quelle zurückgreifen. Vielleicht ließen sich daraus sogar konkrete Maßnahmen ableiten, mit denen sich die vermeintlichen „Netzwerkprobleme“ beheben lassen.

In dieser Situation stehen zunächst zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

Option 1

Man kann im Ticket notieren, dass das Netzwerk in Ordnung ist – mit einem kurzen Blick auf die Überwachungsseite des Netzwerkmonitors, um zu prüfen, ob tatsächlich alles grün ist. Zum einen war das Netzwerk schließlich auch bei den letzten zehn Fällen nicht die Ursache, zum anderen zeigt die aktuelle Überwachung keine Auffälligkeiten.

Option 2

Oder man geht den aufwendigeren Weg und verfolgt die Verbindung des Anwenders zum Server über die Shell. Dabei werden sämtliche Interface- und Device-Parameter im Netzwerkmonitor überprüft, um festzustellen, ob sich möglicherweise eine kurzfristige Lastspitze oder ein Fehler eingeschlichen hat, der als Ursache für die „Netzwerkprobleme“ infrage kommen könnte. Selbst wenn dieser zeitintensive Weg gewählt und alle Schnittstellen auf der Übertragungsstrecke geprüft sowie mit historischen SNMP-Parametern verglichen werden, bleibt eine gewisse Unsicherheit. Schließlich besteht die Möglichkeit, relevante Parameter zu übersehen oder bestimmte Werte überhaupt nicht abfragen beziehungsweise einsehen zu können, beispielsweise weil die WAN-Verbindung durch einen Provider bereitgestellt wird.

Hinzu kommt, dass sich viele der abgefragten Werte auf quantitative Größen beziehen, etwa auf die Auslastung eines Interfaces. Für die Beurteilung der Performance sind jedoch qualitative Parameter erforderlich.

Einen dritten Ansatz bietet GeNiEnd2End mit dem FirstAid Test. Dieser überprüft genau diese Qualität zeitnah, objektiv und schnell. Typischerweise kann ein Helpdesk-Mitarbeiter oder sogar der Anwender selbst innerhalb von 1–2 Minuten ein Messergebnis erhalten.

Dabei wird der gesamte Übertragungskanal bis zum Server beziehungsweise in dessen Nähe hinsichtlich seiner Qualität überprüft. So lässt sich eindeutig feststellen, ob das Netzwerk möglicherweise die Ursache der gemeldeten Probleme ist und wodurch diese gegebenenfalls verursacht werden.

Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass auch Übertragungsstrecken, die nicht unter der Kontrolle des eigenen Unternehmens stehen, transparent überprüft werden können. Die verwendeten – egal ob eigene oder von einem Provider – Komponenten und die Gerätetypen entlang der Strecke spielen dabei keine Rolle. Die Messung erfolgt transparent und eindeutig und kann das Netzwerk innerhalb kürzester Zeit als Ursache bestätigen oder entlasten.

GeNiEnd2End-Messung: Verlauf der Provider-Qualität über mehrere Wochen

Die Messung veranschaulicht, wie sich die Qualität eines Providers über mehrere Wochen verändert, bis schließlich wieder die ursprüngliche Qualität erreicht wird.

Die Überprüfung lässt sich darüber hinaus zu einer kontinuierlichen Überwachung ausbauen. Auf diese Weise können problematisch angebundene Standorte dauerhaft überwacht und hinsichtlich ihrer Übertragungsqualität untersucht werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die bestellte und gelieferte Bandbreite während der Ruhezeiten zu überwachen und dadurch die tatsächlich vom Provider bereitgestellte Leistung zu überprüfen. Auch Provider verändern ihre Netzwerke fortlaufend. Dies kann sich auf die angebundene Bandbreite oder deren Qualität auswirken.

Anwendern dauerhaft die bestmögliche Applikationsperformance zur Verfügung stellen

GeNiEnd2End: Performance-Messung einzelner Transaktionen einer Applikation rund um die Uhr

GeNiEnd2End überwacht die Performance Ihrer Applikationen rund um die Uhr. Für eine noch höhere Transparenz besteht zudem die Möglichkeit, die Performance verschiedener Transaktionen innerhalb einer Applikation gezielt zu messen.

Aus Sicht der Effizienz und der Anwender spielt es keine Rolle, an welcher Stelle innerhalb der Prozesskette eine eigentlich „gute“ Applikationsperformance ausgebremst wird. Entscheidend ist, dass die Anwendung einfach „gut“ funktioniert. Um diesen keineswegs trivialen Anforderungen an Effizienz und User Experience gerecht zu werden, setzt GeNiEnd2End Application auf eine synthetische Überwachung von Anwendungen aus der Perspektive der Endanwender.

Hierfür überprüft GeNiEnd2End Application zyklisch aus Anwendersicht den vollständigen Übertragungsweg bis zum Endgerät. Dabei werden beispielsweise die Dauer des Logins in eine Anwendung wie SAP, das Öffnen von Programmansichten oder Websites sowie das Laden eines definierten Berichts gemessen. Mithilfe anpassbarer Skripte kann dabei eine große Bandbreite unterschiedlicher Szenarien getestet werden.

Durch diese rund um die Uhr simulierten Benutzeraktionen kann insbesondere in den Tagesrandzeiten ohne die zusätzliche Last realer Anwender ermittelt werden, wie gut die End User Experience unter optimalen Bedingungen sein könnte. Verschlechtert sich die Applikationsperformance in diesen Zeiträumen oder während der Kernarbeitszeit, kann GeNiEnd2End Administratoren oder den UHD darüber informieren. Auf Basis dieser Informationen kann anschließend eine gezielte Fehlersuche gestartet werden.

Bei einer Überschreitung definierter Schwellwerte erstellt GeNiEnd2End zu diesem Zweck einen Screenshot und stellt ein Trace File bereit, das mit Wireshark analysiert werden kann. Durch eine gezielte Verteilung der Test-Agenten lässt sich im Fehlerfall typischerweise gut eingrenzen oder ausschließen, an welcher Stelle ein Problem seinen Ursprung hat, beispielsweise in einer Außenstelle oder außerhalb des LANs des Rechenzentrums.

Mit diesem Workflow können Fehler proaktiv erkannt werden, bevor eine größere Anzahl von Mitarbeitern durch eine verschlechterte Applikationsperformance beeinträchtigt wird. Zusätzlich ermöglicht die Baselining-Funktion, die Auswirkungen von Änderungen an der IT-Infrastruktur oder von Softwareänderungen schnell zu erkennen.

24/7-Verfügbarkeits- und Performanceüberwachungvon Diensten und Applikationen aus Endanwendersicht

In der heutigen digital geprägten Geschäftswelt sind die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit von IT-Systemen sowie der darauf betriebenen Applikationen wesentliche Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens.

Daher ist es für IT-Dienstleister und Unternehmen von zentraler Bedeutung, die Verfügbarkeit und Performance ihrer Dienste und Anwendungen kontinuierlich zu überwachen. Auf diese Weise lassen sich Ausfallzeiten reduzieren und eine optimale Performance aus Sicht der Anwender sicherstellen – insbesondere dann, wenn die Systeme dezentral genutzt werden.

Für diese Aufgabe steht inzwischen eine Vielzahl kostenintensiver und aufwendig zu implementierender Monitoring-Lösungen zur Verfügung. Zusätzlich können die laufenden Betriebskosten einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.

GeNiEnd2End Essential bietet hierfür eine kostengünstige und schnell implementierbare Alternative.

Über einfach zu verteilende Software-Agents kann aus zahlreichen vorkonfigurierten Tests ausgewählt werden. Damit lassen sich Verfügbarkeit und Performance aus Sicht der Anwender erfassen und darstellen.

Darüber hinaus können grundsätzlich beliebige benutzerdefinierte Python-Skripte für Ende-zu-Ende-Anwendungstests erstellt und ausgeführt werden.

Besonders einfach lassen sich die Test-Agents als autarke Hardware-Messendpunkte bereitstellen. Diese sogenannten GeNiJacks können schnell im Netzwerk platziert werden und ermöglichen kontinuierliche Messungen rund um die Uhr (24/7) aus Sicht der Anwender oder an für Sie relevanten Stellen innerhalb des Netzwerks. Die GeNiJacks sind mit Anschlüssen für 10/100/1000BaseT sowie 1/10G SFP verfügbar.

Zu den „Out of the box“ verfügbaren Tests gehören:

  • CIFS/SMBv1 und SMBv2 Lesen und Schreiben einer Datei/Verzeichnis
  • FTP Lesen/Schreiben einer fixed Datei
  • HTTP Download einer Datei
  • Website Download inkl. Abhängigkeiten
  • Traceroute, TCP-Connect, Ping-Test, Pingplotter
  • MySQL Select, Mail-Test, DNS Auflösung, DHCP Anfrage
  • iPerf3, max. MTU, SSL/TLS Check, WiFi Info
  • Teams (nur für Windows OS)
  • sowie testbasierte Packet Capture-Funktion für die nachträgliche Analyse
GeNiEnd2End Essential: Alarm-Historie zeigt, wann Probleme auftreten

Mithilfe der Alarm-Historie von GeNiEnd2End Essential ist schnell ersichtlich, wann Probleme auftreten.

Sämtliche Messdaten werden in einer zentralen Datenbank gespeichert und über ein aussagekräftiges Web-UI visualisiert. Über dieses lassen sich außerdem Schwellwerte definieren, bei deren Überschreitung im Fehlerfall ein Alarm oder eine Warnung ausgelöst wird. Der IT-Verantwortliche erhält dadurch proaktiv eine Information, sobald sich die Performance von Diensten oder Anwendungen verschlechtert. Bei entsprechender Konfiguration steht zudem direkt ein Packet Trace des durchgeführten Tests für die weitere Analyse zur Verfügung.

Durch die Speicherung der Messdaten über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr oder länger lassen sich sowohl allgemeine Veränderungen als auch einzelne Ereignisse dokumentieren. Dies erweist sich insbesondere für eine spätere Dokumentation, im Falle eines möglichen Fehlers oder bei der Ursachenfindung in sogenannten Task-Force-Runden als äußerst hilfreich.

Ende-zu-Ende-Messungen mit iPerf:So identifizieren Sie Netzwerkengpässe

Berichten Anwender wiederholt über lange Antwortzeiten bei ihren Anwendungen, steht der Netzwerkverantwortliche schnell im Fokus. Ziemlich regelmäßig lautet die erste Vermutung: „Das Netzwerk ist heute wieder langsam!“ Um diese Annahme zu bestätigen oder zu widerlegen, können präzise Ende-zu-Ende-Messungen mit dem Open-Source-Tool iPerf die Suche nach der Ursache deutlich vereinfachen und beschleunigen. Ergänzend stehen mit Ping und Traceroute weitere Diagnosewerkzeuge zur Verfügung. Während Ping die Erreichbarkeit eines Hosts überprüft und Traceroute den Weg eines Datenpakets durch das Netzwerk nachvollzieht, ermöglicht iPerf eine detailliertere Betrachtung der Netzwerkperformance.

iPerf ist ein variabel einsetzbares Tool zur Messung und Analyse der Netzwerk-Performance in unterschiedlichen Situationen. Dabei liefert es detaillierte Informationen zu wichtigen Leistungskennzahlen wie Durchsatz, Latenz und Jitter. Bei der Fehleranalyse kann iPerf dabei helfen, Netzwerkengpässe aufzuspüren, die beispielsweise geringe Verbindungsgeschwindigkeiten oder hohe Latenzzeiten verursachen. Auch Probleme wie Paketverluste und Verzögerungen lassen sich damit untersuchen.

Darüber hinaus eignet sich iPerf zur Überprüfung von Verbesserungen am Netzwerk. Wird beispielsweise neue Hardware oder Software installiert, können die Auswirkungen entsprechender Optimierungen mit iPerf präzise gemessen und bewertet werden.

Werden iPerf-Messungen mit GeNiEnd2End Essential zyklisch und rund um die Uhr durchgeführt, lassen sich die Ergebnisse sowohl vor und nach einer Anwenderbeschwerde als auch im Zusammenhang mit einer Netzwerkoptimierung miteinander vergleichen. Dadurch kann objektiv und nachvollziehbar bewertet werden, ob die durchgeführten Maßnahmen tatsächlich erfolgreich waren.

In Kombination mit GeNiEnd2End Essential eröffnet iPerf zudem weitere Einsatzbereiche, beispielsweise für Netzwerk-Benchmarking und die gezielte Optimierung. Hierbei ermittelt iPerf die maximale Bandbreite und Latenz zwischen zwei Punkten im Netzwerk. Auf dieser Grundlage kann die Leistungsfähigkeit des Netzwerks gezielt bewertet und optimiert werden. Auch bei der Kapazitätsplanung und der Bereitstellung von Netzwerken stellt iPerf ein wichtiges Werkzeug dar.

GeNiEnd2End Essential: Visualisierung von Paketverlust bei iPerf-Messungen

GeNiEnd2End Essential analysiert Packet Loss zuverlässig und visualisiert ihn leicht verständlich

iPerf-Messung

GeNiEnd2End Essential ergänzt iPerf, um dessen Möglichkeiten optimal zu nutzen. Die Lösung übernimmt die zentrale Steuerung der iPerf-Messungen, visualisiert die Ende-zu-Ende-Performance richtungsabhängig und löst bei Über- oder Unterschreitung zuvor definierter Schwellenwerte entsprechende Alarme aus. Gerade für produktive Messungen im 24/7-Betrieb ist dies ein wesentlicher Vorteil. Durch den kontinuierlichen Vergleich der iPerf-Messwerte können Performanceengpässe frühzeitig erkannt und schneller behoben werden.

GeNiJack 304 Hardware-Messendpunkt als Ergänzung an entfernten Standorten

Gerade an entfernten Standorten stellen GeNiJacks eine flexible und effiziente Ergänzung zu GeNiEnd2End Essential dar.

GeNiJacks

Zusätzlich lässt sich die Durchführung der iPerf-Messungen durch die hardwarebasierte Lösung GeNiJack vereinfachen. Die bereits vorinstallierte Software ermöglicht es, Ende-zu-Ende-Messungen schnell und unkompliziert einzurichten und durchzuführen – auch an entfernten Standorten.

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GeNiEnd2End Kennenlernen

Vom Use Case zur Umsetzung: In unserer Live-Demo zeigen wir Ihnen die hier vorgestellten Szenarien direkt am System – vom FirstAid Test über QoS-Validierung bis zum SLA-Report.

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IT-OutsourcingDie Qualität ausgelagerter Services objektiv überwachen

In einer zunehmend digital geprägten und international vernetzten Geschäftswelt spielen IT-Services eine zentrale Rolle für den laufenden Betrieb und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Um Ausgaben zu reduzieren, Prozesse effizienter zu gestalten und auf spezialisiertes Know-how zugreifen zu können, übertragen zahlreiche Unternehmen einen Teil oder auch ihre gesamte IT an externe Dienstleister. Dieses als IT-Outsourcing bezeichnete Vorgehen bietet viele Vorteile, ist gleichzeitig jedoch auch mit verschiedenen Risiken verbunden.

Eine wesentliche Herausforderung liegt darin, zu gewährleisten, dass die ausgelagerten IT-Services den Anforderungen des Unternehmens hinsichtlich Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit gerecht werden. Eine umfassende Kontrolle und Überwachung der ausgelagerten IT-Services ist daher unerlässlich.

Im Mittelpunkt steht dabei die Kontrolle und Gewährleistung der vertraglich vereinbarten Servicequalität. Üblicherweise vereinbaren Unternehmen und Dienstleister ein Service Level Agreement (SLA), in dem konkrete Leistungskennzahlen, beispielsweise zur Verfügbarkeit, zu Reaktionszeiten oder zu Fehlerbehebungszeiten, festgelegt sind. Die Überprüfung dieser Kennzahlen ist entscheidend, um festzustellen, ob der Dienstleister seine vereinbarten Leistungen erbringt und die IT-Services die erforderliche Performance gewährleisten.

Werden die festgelegten Anforderungen durch einen Dienstleister nicht eingehalten, können Betriebsunterbrechungen, eine eingeschränkte Servicequalität oder sogar Datenverluste die Folge sein. Eine kontinuierliche Überwachung ermöglicht es, Abweichungen frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, bevor daraus schwerwiegende Probleme entstehen.

Für die Messung und Bewertung der E2E-Performance aus der Perspektive der Endanwender sind insbesondere folgende Kennzahlen relevant:

Verfügbarkeit

Sie beschreibt die Zuverlässigkeit eines Systems und misst beispielsweise, wie lange eine Anwendung oder ein Service online und für die Nutzer erreichbar ist.

Antwortzeit (Response Time)

Sie bezeichnet den Zeitraum, den eine Anwendung benötigt, um auf eine Anfrage des Benutzers zu reagieren. Dabei werden sowohl die Verarbeitungszeit auf dem Server als auch die Dauer der Datenübertragung berücksichtigt.

Fehlerrate

Diese Kennzahl zeigt, wie häufig Fehler bei der Datenübertragung auftreten. Gemessen werden kann dies beispielsweise anhand verlorener Datenpakete oder abgebrochener Verbindungen.

GeNiEnd2End Application: Messung der IT-Performance aus Anwendersicht in komplexen Netzwerken

Auch in komplex aufgebauten Netzwerken ermöglicht GeNiEnd2End Application eine zuverlässige Messung der IT-Performance aus der Perspektive der Anwender.

GeNiEnd2End Application bietet hierfür einen Lösungsansatz mit einem sehr interessanten Preis-/Leistungsverhältnis. Die genannten Parameter lassen sich damit automatisiert und objektiv aus Sicht der Anwender durch Mess-Roboter rund um die Uhr (24/7) erfassen und auswerten.

Damit verfügen sowohl Kunde als auch Dienstleister jederzeit über eine verlässliche Grundlage, um die erbrachte Service-Qualität aus Sicht der Endanwender zu beurteilen. Über Veränderungen, beispielsweise durch das Überschreiten zuvor definierter Schwellwerte, können beide Seiten rechtzeitig informiert werden und entsprechend gegensteuern, bevor es überhaupt zu einer spürbaren Beeinträchtigung der IT-Servicequalität kommt.

Mit diesem Messverfahren lassen sich Verschlechterungen der Leistungsfähigkeit frühzeitig feststellen. Unternehmen können dadurch rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und gegensteuern, bevor die Produktivität der Mitarbeiter beeinträchtigt wird.

SLAs sichernGeNiEnd2End Application sorgt für eine zuverlässige Servicequalität

Für eine effiziente Überwachung der Servicequalität aus Sicht der Endbenutzer kommt der Simulation von Benutzertransaktionen im Rahmen des IT-Service-Managements eine wichtige Bedeutung zu. Zusammen mit einem IT-Service-Monitoring entsteht eine leistungsfähige Lösung, mit der sich die gesamte IT-Landschaft umfassend überwachen lässt. Während klassisches IT-Service-Monitoring die Infrastruktur, beispielsweise Server und Netzwerkkomponenten, kontrolliert, erweitert die synthetische Transaktionsüberwachung von GeNiEnd2End Application diese Betrachtung um die Simulation typischer Interaktionen von Benutzern. Dazu gehören Referenztransaktionen wie das Starten von Programmen, Logins oder das Ausführen lesender Funktionen in geschäftskritischen Anwendungen wie SAP, MS Outlook, Office 365, Citrix sowie weiteren proprietären Systemen. Auf diese Weise lässt sich die gesamte Servicekette aus Sicht der Endbenutzer betrachten. Gleichzeitig können Servicequalität und Geschwindigkeit der Problemlösung verbessert werden.

GeNiEnd2End Application: PDF-Report zur Dokumentation der IT-Qualität

Mit GeNiEnd2End Application lassen sich PDF-Reports erstellen, die eine transparente Dokumentation der IT-Qualität ermöglichen.

Bei ausgelagerten Services, beispielsweise Cloud-Diensten, ist die Überwachung aus Anwendersicht häufig die einzige Möglichkeit, die tatsächliche Leistungsfähigkeit der bereitgestellten IT-Services zu beurteilen. Hierzu werden an strategisch relevanten Standorten sogenannte GeNiAgents auf PCs installiert. Diese führen in definierten Zeitabständen zyklisch festgelegte Referenztransaktionen aus und simulieren damit typische Benutzerinteraktionen. Dabei erfassen die Agenten präzise Messwerte zur Applikationsperformance, darunter Antwortzeiten und die Verfügbarkeit geschäftskritischer Anwendungen. Die gewonnenen Daten ermöglichen aus Sicht der Endbenutzer einen aussagekräftigen Einblick in die IT-Performance und schaffen eine Grundlage für eine gezielte Optimierung.

Auch im Service Level Management übernimmt GeNiEnd2End Application eine zentrale Funktion. Durch die kontinuierliche Überwachung kann überprüft werden, ob die vereinbarten Leistungsniveaus tatsächlich eingehalten werden. Automatisierte Berichte zur Servicequalität lassen sich regelmäßig an die zuständigen Verantwortlichen versenden und schaffen dadurch Transparenz über die IT-Performance. Dieses SLA-Monitoring bildet die Grundlage dafür, vereinbarte Servicestandards dauerhaft zu sichern und gleichzeitig die Zufriedenheit der Endnutzer langfristig zu erhalten.

Die Rolle von TCP-Microbursts und die Grenzen des SNMP-Monitorings bei der Netzwerkdiagnose

Wenn Geschäftsanwendungen wiederholt durch Performanceprobleme beeinträchtigt werden, stellt sich für den Netzwerkadministrator zunächst die Frage, ob das Netzwerk als Ursache tatsächlich ausgeschlossen werden kann. Die Ursachenanalyse gestaltet sich dabei häufig schwierig, insbesondere dann, wenn das SNMP-Monitoring-System weder Hinweise noch Ereignisse liefert, die zeitlich mit den gemeldeten Problemen in Verbindung gebracht werden können. In solchen Fällen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit TCP-Microbursts beteiligt.

GeNiEnd2End: von SNMP unerkannte Paketverluste in Korrelation mit der Auslastung

GeNiEnd2End macht Paketverluste sichtbar, die von SNMP nicht erkannt werden können, und zeigt dabei eine deutliche Korrelation mit der Auslastung.

Messdiagramm zu TCP-Microbursts und Paketverlusten

Für die Überwachung greifen Netzwerkspezialisten typischerweise auf Tools wie MRTG, PRTG oder Nagios zurück. Über SNMP werden dabei beispielsweise Kennzahlen zur Interface-Auslastung, CPU-Nutzung und zum Speicherbedarf ermittelt. Ergänzend kommen Ping-Tests zum Einsatz, mit denen die Erreichbarkeit von TCP-Ports sowie deren Antwortzeiten überprüft werden. Diese Informationen ermöglichen eine Bewertung der Netzwerkqualität hinsichtlich Quantität und Verfügbarkeit. Als tatsächliche Qualitätskriterien gelten dabei allerdings nur die Ping-Werte. Wichtige Größen wie Laufzeit, Jitter und Paketverlust werden durch SNMP nicht erfasst. Insbesondere Paketverluste können die Performance erheblich beeinflussen. Schon eine Verlustrate von 0,5 % kann zu deutlich spürbaren Beeinträchtigungen führen, etwa zu Verzögerungen bei Benutzereingaben in Applikationen. Steigt der Paketverlust auf zwei bis fünf Prozent, berichten Benutzer über eine schlechte Performance. Ein genauerer Blick auf die Übertragungsmechanismen von TCP macht nachvollziehbar, weshalb bereits geringe Verlustraten die Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigen können.

Paketverluste werden durch das SNMP-Monitoring nicht in ausreichender Weise erfasst. Auch die Kennzahl „Outgoing Queue Drop“, die auf Pufferprobleme und Bandbreitenengpässe hinweist, wird häufig nicht erfasst. Hinzu kommt die geringe zeitliche Auflösung von SNMP. In den meisten Fällen erfolgt eine Abfrage lediglich im Abstand von 60 Sekunden.

Ein Beispiel macht die Problematik deutlich: Ein TCP-Microburst dauert häufig nur etwa 5 ms. Dadurch können innerhalb einer Sekunde bis zu 200 solcher Microbursts auftreten, die jeweils kurzfristig Bandbreite beanspruchen. Bei einer Auflösung von 10 ms zeigt Wireshark entsprechend zahlreiche Peaks von bis zu 1,2 MBit/s, die lediglich 10 bis 20 ms andauern. Innerhalb einer Minute, die der üblichen minimalen Auflösung von SNMP entspricht, können somit bis zu 12.000 solcher Ereignisse auftreten. SNMP erfasst während dieses Zeitraums jedoch lediglich zwei Messwerte und bildet daraus einen Durchschnitt. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Microbursts von SNMP nicht erkannt werden, praktisch bei 100 %. Die durch SNMP dargestellten Werte entsprechen somit nicht den tatsächlichen Verhältnissen in der betrachteten IT-Umgebung.

Für eine realistische Bewertung der Netzwerkqualität bietet sich eine Ende-zu-Ende-Messung mit spezialisierten Software-Tools wie GeNiEnd2End an. Dieses Verfahren ist unabhängig von der vorhandenen IT-Infrastruktur und berücksichtigt auch Übergänge zwischen LAN und WAN. Mit GeNiEnd2End lässt sich die komplette Übertragungsstrecke von der Unternehmenszentrale bis zu einer Filiale mit geringem Aufwand überprüfen.

Nur eine Ende-zu-Ende-Messung, bei der auch Geräte außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereichs berücksichtigt werden, kann eindeutig aufzeigen, ob beispielsweise Paketverluste in definierten QoS-Klassen auftreten. Mit einem Tool wie GeNiEnd2End lässt sich eine solche Messung schnell einrichten und anschließend kontinuierlich durchführen. Dadurch entsteht rund um die Uhr eine detaillierte Bestandsaufnahme der Netzwerkqualität. Die daraus gewonnenen Ergebnisse liefern IT-Verantwortlichen belastbare und überzeugende Argumente gegenüber ihren Providern, insbesondere dann, wenn sich ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Paketverlusten und einer schlechten Applikations-Performance feststellen lässt.

QoS-Qualität ermitteln und validieren

Moderne Business-Anwendungen können das Netzwerk immer wieder stark auslasten. Besonders auf WAN-Leitungen entsteht dadurch häufig das Risiko von Paketverlusten. Es gibt jedoch Möglichkeiten, dieser Belastung entgegenzuwirken und damit eine verlustfreie Übertragung sowie eine optimale Performance der Anwendungen sicherzustellen.

Eine Möglichkeit besteht im Einsatz von Quality of Service (QoS). Dabei wird wichtigen Anwendungen eine bestimmte Bandbreite reserviert und/oder eine bevorzugte Behandlung ermöglicht. Das ist insbesondere für VoIP- und Video-Anwendungen relevant, gilt aber ebenso für Streaming-Applikationen wie Citrix. Wird kein QoS eingesetzt, können andere Anwendungen, beispielsweise FileService- oder Groupware-Dienste, kurzfristig die gesamte verfügbare Bandbreite beanspruchen. Dadurch können höhere Latenzen oder Paketverluste entstehen. Für bestimmte kritische Anwendungen ist es deshalb besonders wichtig, eine reservierte Bandbreite bereitzustellen.

Treten trotz eingesetztem QoS Performanceprobleme auf, wird das Netzwerk schnell als mögliche Ursache vermutet. Um zu überprüfen, ob QoS ordnungsgemäß arbeitet, können Daten innerhalb des Bereichs für priorisierte Anwendungen übertragen und gleichzeitig Daten im „Best Effort“-Bereich bewusst überbucht werden. Bleibt die Qualität der priorisierten Anwendung von diesem Test unbeeinflusst, funktioniert QoS korrekt.

Genau für diese Prüfung lässt sich GeNiEnd2End einsetzen. Dafür stehen entsprechende Vorlagen zur Verfügung, mit denen die korrekte Funktion von QoS überprüft werden kann. Sämtliche verfügbaren QoS-Klassen lassen sich definieren und darauf testen, ob eine Überbuchung nicht priorisierter Daten negative Auswirkungen auf diese hat. Die Messung kann bei Bedarf einmalig auf Zuruf oder dauerhaft im 24/7-Betrieb erfolgen. Abhängig von der verwendeten Testvorlage liegen die Ergebnisse meist nach weniger als 60 Sekunden vor.

Das nachfolgende Bild zeigt gegen 21 Uhr ein Paketverlust-Event, von dem alle drei QoS-Klassen gleichermaßen betroffen waren. Auch die priorisierten Klassen verlieren dabei genauso Pakete wie die Best-Effort-Klasse – ein Verhalten, das so nicht auftreten sollte.

GeNiEnd2End QoS-Messung: Paketverlust-Event in allen drei QoS-Klassen

Auch während des Tages lässt sich derselbe Paketverlust in sämtlichen QoS-Klassen erkennen. Erwartbar wäre hingegen, dass die Best-Effort-Klasse sporadisch einige Pakete verliert, da TCP-Anwendungen dies immer wieder verursachen können. In priorisierten Klassen sollte ein solcher Paketverlust dagegen nicht auftreten.

Eine weitere Möglichkeit besteht in einer tatsächlichen Belastungsmessung, bei der die Best-Effort-Klasse gezielt überbucht wird. Die nachfolgenden Bilder zeigen eine fest definierte Datenübertragung innerhalb der Best-Effort-Klasse mit sich überlagernden Lastwechseln in Sende- und Empfangsrichtung.

QoS-Belastungstest: Lastwechsel in der Best-Effort-Klasse in Sende- und Empfangsrichtung

Das Ziel besteht darin, dass die priorisierte Klasse – hier EF – und deren Qualität, dargestellt über den MOS-Wert, durch die auftretenden Lastwechsel nicht beeinträchtigt werden.

QoS-Validierung: konstanter MOS-Wert der priorisierten EF-Klasse trotz Lastwechseln

In diesem Beispiel arbeitet QoS wie vorgesehen: Der MOS-Wert bleibt trotz der gezielt erzeugten Überlastwechsel in der „Best Effort“-Klasse konstant.

Reicht die reine Aussage über die Qualität nicht aus, bietet GeNiEnd2End darüber hinaus eine weitere Möglichkeit. Die Lösung kann die DSCP-Werte im IP-Header auf der Empfängerseite auslesen und mit den Werten der Senderseite vergleichen. Werden Abweichungen festgestellt, signalisiert GeNiEnd2End diese. Dadurch können unerwünschte Änderungen durch Kollegen oder den Provider zeitnah sichtbar gemacht und entsprechende Maßnahmen schnell eingeleitet werden.

Damit stellt GeNiEnd2End ein wertvolles Werkzeug dar, um QoS-Implementierungen zu planen, in Betrieb zu nehmen, kontinuierlich zu überwachen und im Fehlerfall schnell zu bestätigen, ob die vorgesehene Funktion tatsächlich gegeben ist.

Effiziente Diagnose von punktuellen Performanceproblemen durch den UHD

Bei akuten Performanceproblemen wenden sich Anwender häufig zuerst an den Service-Desk. Mit der AdHoc-Testing-Funktion bietet GeNiEnd2End Essential dem UHD-Mitarbeiter hierfür ein leistungsfähiges Werkzeug. Dabei wird die Ende-zu-Ende-Performance aus Sicht des Anwenders überprüft.

Das Ergebnis der Messung wird von GeNiEnd2End Essential automatisch bewertet und dem UHD-Mitarbeiter in Form einer Ampel dargestellt: Rot steht für schlecht, Gelb für ausreichend und Grün für gut. Auf dieser Grundlage kann das Trouble-Ticket an den zuständigen Mitarbeiter im Second-Level-Support weitergegeben werden. Für eine weiterführende Diagnose können IT-Spezialisten anschließend detaillierte Informationen aus GeNiEnd2End abrufen.

GeNiEnd2End Essential: Ampel-Bewertung von Ad-hoc-Tests für den Service-Desk

GeNiEnd2End Essential stellt die Ergebnisse übersichtlich und leicht verständlich dar.

Einen besonders schnellen und wichtigen Überblick liefert der integrierte ready2work-Test von GeNiEnd2End Essential. Er überprüft die Netzwerkfunktionalität und stellt grundlegende Informationen zum Endgerät zusammen:

Interface Konfiguration
IP-Adresse, Subnet Mask, Gateway-Adresse sowie weitere relevante Informationen zur Netzwerkverbindung

Ping zu drei Zielen
Führt einen Ping zu bis zu drei Zielen innerhalb des Netzwerks durch

DNS-Überprüfung
Validiert die Verfügbarkeit und Antwortzeit des DNS-Servers

Traceroute
Zeigt den Pfad sowie die Stationen an, die bis zu einer bestimmten Destination durchlaufen werden

Port Check
Prüft, ob die benötigten Ports auf dem Endgerät des Anwenders geöffnet und nutzbar sind

WLAN
Stellt Informationen zur drahtlosen Netzwerkverbindung bereit, unter anderem SSID und Signalstärke

Windows
Führt wichtige Informationen zur Microsoft-Windows-Version des Anwenders auf

Website Check mit Curl
Überprüft, ob eine Website erreicht werden kann

Routen
Zeigt die Routing-Tabelle des Endgeräts und damit, wie Pakete innerhalb des Netzwerks weitergeleitet werden

Mit diesen Testmöglichkeiten und dem darauf abgestimmten Workflow lassen sich Trouble-Tickets effizient bearbeiten. Gleichzeitig können Anwender schneller wieder mit der erforderlichen Performance arbeiten.